Minimalismus – Ein Teil pro Tag

Auf meiner Suche nach einem geeigneten Ansatz, um den Berg in meinem Kopf, in meinem Kleiderschrank und in den vielen nach dem Tetris-System gestalteten Schränken sowie in Regalen verharrenden Dingen zu begegnen, dachte ich irgendwann: Vielleicht, wenn ich jeden Tag nur ein Teil aussortiere und mich von ihm trenne, habe ich auch 365 Teile weniger in meinem Leben. Sollte das nicht einen Unterschied machen? 


Bestandsaufnahme ohne Kapitulation

Wenn die Wohnung noch sehr voll ist und all die kaputten Teile, die Duplikate und Werbegeschenke noch in allen Ecken stecken, wenn der Weg noch ganz am Anfang ist, ist es eine gute Sache, um sich erst mal bewusst zu werden, was eigentlich so in den Schränken ist. Es kann mit einer Bestandsaufnahme verglichen werden, die aber ganz behutsam stattfindet, ganz ohne, dass der Aussortierende vor dem Berg kapituliert, bevor eigentlich überhaupt recht begonnen wurde.

Die Ein Teil pro Tag Strategie dient dazu sich dem Thema zu näher, aber auch, wieder einen Einstieg zu finden, falls eine kleine Flaute vorherrschte und ein neuer Anfang gesucht wird.

Ein Teil zu finden kostet nicht viel Kraft, wenn es als tägliche Routine stattfindet und, wenn sich der Aussortierende auch nur an die ein Teil pro Tag Strategie hält, kann er ja im Geiste auch gut mal für eine Woche vorplanen, sollte eine neue Kruschecke entlarvt worden sein und sich in dieser bestimmten Woche ruhig richtig gut fühlen.

 

Ein Lagerplatz für die alten Schätze muss gefunden werden

Auf keinen Fall dürfen die aussortierten Dinge am vorherigen Ort verbleiben nur mit einer geistigen Notiz. Es sollte auf jeden Fall ein gutes Zwischenlager gefunden werden, um die aussortierten Dinge zu sammeln. Das Ziel war es ja Erfolge zu feiern ohne einen zu großen Arbeitsaufwand bewältigen zu müssen. Wer jetzt jedes einzelne Buch zum Bücherschrank tragen möchte, hat wohl sehr viel mehr zusätzlichen Aufwand erschaffen. Mein Vorgehen war, erst ein paar Dinge mit dem gleichen Ziel zu sammeln und die aussortierten Stücke dann möglichst auf einem Weg, von anstehenden Besorgungen, zu entsorgen.

 

Zwei Alternativen bzw. Erweiterungen zur – Ein Teil pro Tag Methode

Ging es mir manchmal dann doch alles zu langsam, habe ich mein Vorgehen erweitert zur: Ein Teil pro Raum Methode. Ihr dürft euch gerne selbst herausfordern, was ihr alles als Raum miteinbeziehen wollt. Überlegt hierzu einfach mal, wo überall Dinge von euch lagern.

Ein anderes Herangehen wäre immer dort, wo gerade gearbeitet wird, ein Teil zu entscheiden. So zu sagen die: Ein Teil pro Haupttätigkeits Methode. Zum Beispiel während ich koche, die Küche zu scannen oder beim Aufräumen des Wohnzimmers eben das Wohnzimmer sowie beim Einräumen der Wäsche den Kleiderschrank, etc.. Das Auge und der Geist werden nach und nach wachsamer, aber ich bin kein all zu großer Freund von Multitasking und somit bevorzuge ich einen eigenständig geplanten Streifzug durch die Wohnung, das Haus, den Keller, den Dachboden oder den Schuppen. 


Die Strategie fürs Belohnungssystem

Was bei dieser Vorgehensweise ausbleibt ist der direkte große sichtbare Erfolg – was es allerdings bring, ist ein am Ball bleiben, auch wenn nicht unendliche Stunden investiert werden können. Es gibt einen Fortschritt und es sollte nicht vergessen werden, dass wenn es tatsächlich im Sinne einer To do Liste abhakt wird, für diesen Tag das Belohnungssystem des eigenen Körpers anspringt und somit jeden Tag ein Erfolg entsteht. Vorsicht: Suchtgefahr!


Die Lösung für die weniger geliebten Ecken des eigenen Wohnens 

Nun sind wir auch schon beim letzten Punkt meiner Beobachtung angelangt; Wir verbringen oft sehr wenig Zeit in Räumen, die als „zu viel an allem“ empfunden werden. Vom Keller oder der Garage erst einmal ganz zu schweigen. An diesen Orten nur ein einziges Teil zu entnehmen, das schaffen wir alle ohne, dass wir dem großen Ganzen die Stirn bieten müssen. Nur wann wird denn ohne Überforderungsgefühl überhaupt an einem Ort wie dem Keller angefangen?

Mein Beobachtung fand im Laufe der Zeit selbst die Lösung, denn um so ordentlicher und luftiger manche Bereiche meines Wohnens wurden, um so schwerer wurde es Teile dort zu bestimmen, die gehen sollten und so ergab es sich von allein, dass ich meinen Weg in die weniger geliebten Bereiche oder sogar  in den Keller fand! 

Das Vorgehen in den primären Wohnbereichen zu beginnen, hat noch einen weiteren Pluspunkt denn, wer in den Räumen anfängt, die auch am häufigsten benutzt werden, verändert das Leben dort und das ist dann auch als erstes spürbar und das wiederum ist der Ansporn, der euch und mich weiter machen lässt.

 

Ich wünsche euch viel Erfolg und seid nachsichtig mit euch, auch wenn es nicht gleich der ganz große Wurf wird, im Sinne des Sprichworts: „Rom wurde auch nicht an einem Tag erbaut!“ genauso wenig kamen all die Dinge an einem Tag in die eigenen Wände, warum sollten sie es dann an einem Tag verlassen? 

Eure Jasmin!

Habt ihr Lust diesen Weg mit mir zusammen zu gehen?

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2 Gedanken zu „Minimalismus – Ein Teil pro Tag“

  1. Eine authentische Beschreibung, die Lust aufs Nachmachen macht. Wobei deutlich wird, dass jeder seinen eigenen Weg finden sollte, um durchhalten und letztendlich erfolgreich zu sein. Danke Jasmin!

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